

Das Projekt Destruktion untersucht den Moment, in dem ein Bild seine eigene Ordnung verliert und daraus eine neue gewinnt.
Ausgangspunkt ist eine präzise, detailgetreue Aquarellmalerei: Landschaften, Architekturen, vertraute Motive. Im zweiten Schritt folgt die bewusste Zerstörung durch Abstraktion. Linien brechen, Flächen kippen, Farbe löst Struktur auf. Was bleibt, wird im dritten Schritt neu gefasst, – durch kompositorische Schwerpunkte, die Balance und Bewegung zurückbringen.
Die Methode lehnt sich an den Ansatz des deutschen Malers Gerhard Ruhland an, der Malerei als lebendigen Prozess versteht: Erst die Störung macht das Bild interessant.
In meinen Arbeiten wird dieser Gedanke weitergeführt; als Versuch, Kontrolle und Zufall in ein Gleichgewicht zu bringen. Abstraktion entsteht hier nicht aus Fragmentierung, sondern aus der Dynamik der Zerstörung.