Farbspritzendes Acryl-Ohr auf 100×70 cm Leinwand, Hommage an van Gogh
Schwarzweißes Ohr-Portrait in Acryl mit abstrakter Struktur auf 100×70 Leinwand
Golden konturiertes Ohr in Acryl auf 100×70 Leinwand – Hommage an van Gogh

The Vince Collection

Eine Hommage an Vincent van Gogh. Nicht an die Legende, sondern an den Menschen dahinter, zerrissen, exzessiv, brillant.

Drei Arbeiten nähern sich seinem wohl berühmtesten Akt der Selbstverletzung. Das Ohr als Symbol: Schmerz, Genialität und Geste zugleich.
„A Piece of Vince“, „Colorless Pain“ und „An Unexpected Gift“ markieren drei Zustände zwischen Schöpfung und Zusammenbruch.

Van Gogh bleibt für mich der kompromissloseste Impressionist seiner Zeit. Ein Künstler, der sich verausgabt hat.

Ende 1888 kam es in Arles zu jenem Ereignis, das untrennbar mit Vincent van Gogh verbunden blieb: der Abtrennung seines eigenen Ohrs.
Was lange als Legende galt, wurde erst in den letzten Jahren durch Archivforschung konkretisiert; van Gogh trennte sich nicht nur vom Ohrläppchen, sondern nahezu vom gesamten Ohr.
Empfängerin der makabren Gabe war eine junge Frau aus seinem Umfeld, deren Identität erst später rekonstruiert werden konnte.

Diese Geste entzieht sich einer eindeutigen Deutung. Sie verweist auf einen Zustand, in dem psychische Belastung, körperliche Handlung und der Impuls zur Mitteilung ineinandergreifen.
Das Ohr erscheint dabei weniger als Objekt denn als Schnittstelle: Ein Medium, über das van Gogh einen inneren Ausnahmezustand sichtbar macht. So entsteht ein Moment, in dem persönliche Krise und künstlerische Ausdrucksform unmittelbar aufeinandertreffen.

The Vince Collection greift diesen Moment nicht erzählerisch auf, sondern untersucht seine bildnerische Konsequenz. Die Reihe löst das Ereignis aus seiner historischen Umgebung und überführt es in Farbe, Oberfläche und Rhythmus. So entstehen drei Arbeiten, die das Ohr weniger darstellen als übersetzen; als Zustand und als formale Setzung.

Abstraktes Mixed-Media-Gemälde in Schwarz-Weiß mit verborgenem Schriftzug v. Gogh im Goldenen Schnitt, erste Arbeit der Triptychon-Serie 676
Abstraktes Mixed-Media-Gemälde in Schwarz-Weiß mit transparenten roten Shellac-Tusche-Akzenten und verborgenem Schriftzug ruiner sowie Ziffer 676 im Goldenen Schnitt
Abstraktes Mixed-Media-Gemälde in Schwarz-Weiß mit transparenten grünen Shellac-Tusche-Akzenten und verborgenem Schriftzug fou sowie Ziffer 676 im Goldenen Schnitt

676 Serie

Die Serie 676 wurzelt in einem Brief. Am 8. September 1888 schrieb Vincent van Gogh aus Arles an seinen Bruder Theo über ein Bild, das er drei Nächte lang gemalt hatte, das Nachtcafé, und über die Farben, mit denen er arbeitete. Rot und Grün, schrieb er, seien seine Farben für die schrecklichen menschlichen Leidenschaften. Ein Ort, an dem man den Verstand verliert. Brief 676.

Drei Bilder nehmen diese Farben auf, als transparente Shellac-Tusche über Schwarz und Weiß. Im Goldenen Schnitt jedes Bildes ein verborgenes Wort aus demselben Brief: v. Gogh · fou · ruiner. Die Serie trägt die Nummer des Briefes, aus dem sie stammt.

[…]

Zur großen Freude des Wirts, des Postboten, den ich bereits gemalt habe, der nächtlichen Herumtreiber und meiner selbst habe ich drei Nächte lang gemalt und am Tag geschlafen. Oft scheint mir die Nacht viel lebendiger und farbenprächtiger als der Tag. Das Bild ist eines der hässlichsten, die ich je gemacht habe. Es entspricht, wenn auch auf andere Weise, den Kartoffelessen.

Ich habe versucht, mit dem Rot und dem Grün die schrecklichen menschlichen Leidenschaften auszudrücken.

Der Raum ist blutrot und stumpfgelb, ein grüner Billardtisch in der Mitte, vier zitronengelbe Lampen mit orangenem und grünem Schein. Überall ein Kampf und ein Gegensatz der verschiedensten Grüns und Rots; in den Gestalten der schlafenden Tagediebe, klein in dem leeren, hohen Raum, Violett und Blau. Das Blutrot und das Gelbgrün des Billardtisches kontrastieren mit dem zarten Louis-XV-Grün der Theke, auf der ein rosa Blumenstrauß steht. Die weißen Kleider des Wirts, der in diesem Ofen aus einer Ecke über alles wacht, werden zitronengelb, blass und leuchtend grün.

[…]

Das Nachtcafé setzt den Sämann fort. Es ist eine Farbe, die im realistischen Sinne des Trompe-l’œil nicht lokal wahr ist, sondern eine Farbe, die eine bestimmte Emotion andeutet, eine Leidenschaftlichkeit des Temperaments.

Als Paul Mantz Delacroix‘ gewaltsame Skizze, die Barke Christi, sah, rief er aus: Ich wusste nicht, dass man mit Blau und Grün so erschreckend sein kann. Wenn man die Farbe oder die Zeichnung ganz korrekt machte, würde man diese Emotionen nicht erzeugen.

[…]

Dein Vincent

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